Zurück zum Blog
Blog #5: Der grösste Fehler beim Abnehmen (Fallstudie)
DDC Coaching

Blog #5: Der grösste Fehler beim Abnehmen (Fallstudie)

Ich habe immer wieder Kunden, die seit Jahren gefährlich wenig essen mit dem Ziel endlich abzunehmen. Am Anfang mag sich das auf der Waage noch auszahlen, die Kilos purzeln nur so dahin. Irgendwann aber ist Schluss dami…

Ich habe immer wieder Kunden, die seit Jahren gefährlich wenig essen mit dem Ziel endlich abzunehmen. Am Anfang mag sich das auf der Waage noch auszahlen, die Kilos purzeln nur so dahin. Irgendwann aber ist Schluss damit und das, obwohl man noch weit vom angestrebten Ziel entfernt ist. Also werden die Kalorien weiter reduziert, bis man irgendwann an einem Punkt ist, an dem eine weitere Reduktion schlicht unmöglich ist. 


Leider ist ein solches Vorgehen weder gesund noch zielführend. In meinen Erstgesprächen stellt sich immer wieder heraus, dass viele Personen in ihrer Verzweiflung so wenig essen, dass sie nicht einmal ihren kalorischen Grundumsatz decken. Sie essen also weniger, als ihr Körper eigentlich für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt. 


Was passiert aber nun, wenn man sich über Monate oder gar Jahre unter dem Grundumsatz befindet? Der menschliche Körper ist sehr anpassungsfähig und verlangsamt sämtliche Stoffwechselprozesse. Aus dem spritfressenden Sportwagen wird ein sparsames Elektroauto und um die fehlende Energie trotzdem bereitzustellen verstoffwechselt der Körper nicht etwa die Fettreserven, sondern Muskeln. Und das ist leider genau die Substanz, die mit Abstand am stoffwechselaktivsten ist. Menschen, die sich unter ihrem Grundumsatz ernähren, verkleinern also quasi die Leistung ihres Motors, ohne dabei noch effektiv Fett zu verbrennen. 


Bei meinen Kunden besteht der erste Schritt darum oft darin, sie überhaupt erst wieder an eine gesunde Kalorienmenge heranzuführen. Und was dann passieren kann, zeigen die folgenden Daten einer Kundin auf eindrückliche Art und Weise: 




Wie in der obigen Abbildung zu sehen ist, hat meine Kundin ihre täglichen Kalorien innerhalb der ersten 60 Tage deutlich erhöht, und zwar von rund 900 kcal auf etwa 1700 kcal. Damit hat sie sich innerhalb von 2 Monaten von einem Wert unter ihrem Grundumsatz (1500 kcal) auf einen Wert über ihrem Grundumsatz verbessert und liegt mittlerweile innerhalb ihres Zielbereichs (1700-2100 kcal). Die meisten würden nun erwarten, dass diese Erhöhung der Kalorien zu einer Gewichtszunahme geführt hat. Das Gegenteil war der Fall. 


«Tatsächlich nahm meine Kundin in dieser Zeit 2.5kg ab und ihr Bauchumfang reduzierte sich um ganze 5cm. Diese Effekte werden auch von der Treiberanalyse bestätigt (siehe unten). Die Erhöhung der Kalorien reduzierte sowohl das Körpergewicht als auch den Bauch- und Beinumfang. Sämtliche Effekte sind statistisch signifikant und folglich keine Zufallsprodukte.»




Wenn du also erfolgreich abnehmen willst, mach nicht den Fehler einer extremen Diät mit zu geringer Kalorien- bzw. Energiezufuhr. Dein Körper benötigt eine gewisse Anzahl an Kalorien, um deinen Stoffwechsel am Laufen zu halten und deine Muskelmasse zu erhalten oder sogar noch weiter auszubauen.


«Je grösser deine Muskelmasse, desto mehr Kalorien verbraucht dein Körper im Ruhezustand und desto häufiger wirst du dich am Ende des Tages in einem kleinen Kaloriendefizit befinden und dadurch Fettsäuren verbrennen!»